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Wasser - Transportleitung in Northen, Region Hannover

06.09.2016

Im westlichen Umfeld der niedersächsischen Landeshauptstadt  boten sich dem fachkundigen Zuschauer zahlreiche Facetten des Rohrleitungsbaus auf einer Baumaßnahme der Wasserversorgung. Im diesem Fall hatten sich die Projektleitung des Auftraggebers, die Bauleitung des Rohrleitungs-bauunternehmens, der verantwortliche Innendienst und die Verkaufsförderung der HTI Collin KG vor Ort getroffen, um allgemeine Kenntnisse aufzufrischen, besondere Vorkommnisse zu erörtern oder weitere Arbeitsschritte abzustimmen.

Zum einen hatte man sich seitens des Wasserversorgers, der enercity Stadtwerke Hannover AG, zu einer Verlegung des Produkts "egeplast SLA Barrier Pipe", einem Typ 3 der geltenden PAS 1075, ent-
schlossen. Zum anderen stellen die Verlegearbeiten eben dieser Rohre hohe Ansprüche an die Rohr-
verleger, dem typischen Berufsbild des PE-Schweißers nach dem DVGW AB GW330, denn zunächst sind schützende Ummantelungen zu entfernen, bevor man die Verbindung herstellen und den Schutzmantel aus Aluminium erneuern kann.
 
Beim Schälen des Schutzmantels, der Verschweißung des Medienrohres und der anschließenden Wiederherstellung der Schutzbahn aus Aluminium einschließlich einer aufgeschrumpften Ummantelung, sind selbstverständlich alle geltenden Aussagen der Richtlinien des DVS e.V. einzuhalten, wie die Verantwortlichen betonten. Schon allein die Zertifizierung des Rohrleitungsbauunternehmens nach dem DVGW AB GW 321, hier der GN 2, erfordert geschultes Fachpersonal, das das Bohrgerät bedient und mit der Gesamtthematik vertraut ist.
 
Hier ein Bild der Bohreinheit:
     
Die Transportleitung soll auf einer Gesamtlänge von 1.500 m in da 180mm x 16, SDR 11, verlegt werden. Zum Zeitpunkt des Baustellenbesuchs waren ca. 700 m bereits verlegt. Dies erfolgte weitestgehend im horizontalen Spülbohrverfahren, natürlich mit abgeböschten und abgesperrten Start- und Zielgruben. Die beteiligten Landwirte zeigten sich außerordentlich entgegenkommend und boten dem ausführenden Unternehmen, der Otto Schröder Tiefbaugesellschaft mbH, Schneverdingen, einen Arbeitsstreifen auf frisch abgeernteten Flächen an. Üblicherweise werden die Entschädigungen für solche Baumaßnahmen durch vereidigte Sachverständige abgewickelt und die Ansprüche aus Mindererträgen der nächsten vier Fruchtfolgen durch u. U. erfolgte Bodenverdichtungen und -durchmischungen sind dabei zu berücksichtigen. 
 
Die Benutzung der Ackerflächen erspart der hochfrequentierten Kreisstraße eine Baustellenregelung
mit Lichtsignalanlage wegen der erforderlichen Verkehrsbehördlichen Anordnung. Andererseits sind die Lieferungen der Rohre, das Austrassieren, die Schweißarbeiten und andere Arbeitsschritte besser abzuwickeln. Eine besondere Anforderungen stellt die Entsorgung der Bohrschlämme dar. Da der Bohrschlamm durch Bohrzusätze in seiner Konsistenz relativ stark verändert wird, gibt es hier inzwischen zahlreiche Auflagen zu berücksichtigen.
 
Auch die 28to - Bohranlage und der zugehörige LKW mit integrierter Mischeinheit standen auf dem Arbeitsstreifen. Beeindruckend ist die Bohrdatenerfassung der Rohre, die mit durchschnittlich 1,80 to Zugkraft durch den Bohrkanal gezogen und in den Zielgruben mit anderen Abschnitten verbunden wurden. Automatisch werden aus dem mitgeführten Magazin die Bohrgestängeabschnitte montiert.
 
Für die Rohrverbindung kam eine Heizelementstumpfschweißmaschine mit manueller Steuerung zum Einsatz, die Schweißung wurde unter Zuhilfenahme der Produktreihe Tangit vorbereitet. Mit handlichem Zubehör der Firma egeplast GmbH  wurden sowohl die Außenwülste und auch der Schutzmantel entfernt.
 
Als Fazit bleibt festzuhalten, dass bei Traumwetter alle Beteiligten gut gelaunt waren, jeder Handgriff saß, alle Fragen  gern und ausführlich beantwortet wurden und es nur zufriedene Gesichter gab!
 
Ein paar Eindrücke der Maßnahme zeigen wir Ihnen hier: