GC Gruppe- Großhandel für SHK Haustechnik - Sanitä, Heizung, Klima
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Eröffnungsfeier | HTI Handelszentrum Röttenbach | 26. April 2017

03.05.2017

(Röttenbach, 02.05.2017) Nach gut einem Jahr Bauzeit war es soweit, das HTI Handelszentrum in Röttenbach wurde offiziell eröffnet. Rund 180 geladene Gäste, darunter Lieferanten, Kunden, die am Bau beteiligten Firmen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie HTI und Haustechnik Partner, waren Teil dieses besonderen Abends.
"Das Handelszentrum steht für die Idee einer vernetzten, digitalen Arbeitswelt. Ein Ort der Begegnung, wo wir die Weichen für eine partnerschaftliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit schon gestellt haben und stellen werden", so Thomas Herrmann, persönlich haftender Gesellschafter der HTI Gienger KG. 1975, als Herr Herrmann seine Ausbildung bei der Gienger München KG begann, hielt der Computer Einzug in die Arbeitswelt. Jetzt im Jahr 2017 stehen wir vor dem Ende analogen Arbeitswelt. "Aus diesem Grund ist unsere Strategie hier in Röttenbach, auf digitale Prozesse und Abläufe zu setzen", so Thomas Herrmann weiter.

Der digitale Vorsprung ist nicht nur im Zusammenspiel zwischen Lieferant und Kunde wesentlich, sondern wird auch ausschlaggebend sein, um als Arbeitsgeber seine Attraktivität zu erhöhen und ausreichend Nachwuchs zu gewinnen.

Wie Herr Kurt Baumgärtner, Sprecher der Gesellschafter der Gienger Gruppe Süd, in seinem Grußwort deutlich machte, ist es wesentlich sich als Arbeitgeber auf diese stattfindende Transformation einzustellen. Einzustellen heißt auch, die Führung zu verändern. Jung und Alt zu mischen, voneinander zu lernen, Werte vorleben, die neue Form des Miteinanders zuzulassen. Die Arbeitswelt und diejenigen die in dieser arbeiten verändern sich. Die Generation Y, eine Generation die viele Dinge hinterfragt hat, wird abgelöst von der Generation Z. Ich mache mir meine Welt, wie sie mir gefällt!", so sang bereits Pipi Langstrumpf. Die Generationen Y und Z wollen sich nicht vereinnahmen lassen, wissen aber um den Mangel an qualifizierten Arbeitskräften. Persönlichkeitsentwicklung ist gefragt, ebenso wie das Gleichgewicht zwischen Beruf und Freizeit. Ein Balanceakt, den viele Zuhörerinnen und Zuhörer im Raum meistern müssen.

Wie es gelingt den operativen Balanceakt, d.h. Logistikkonzepte und eProcurementlösungen gleichermaßen zu meistern, das reflektierte Herr Horst Collin, Koordinator der HTI-Gruppe, in seinem Vortrag "Vernetzte Welt". Wer wissen möchte, was wirklich los ist, sollte sich das Wissen der Akteure im System zu Nutze machen. So wurden gemeinsam mit nextpractice Interviews mit Herstellern, Lieferanten, Kunden Gesellschaftern und Mitarbeitern geführt. Zentrales Ergebnis der Studie war, dass sich der Markt eine Reduzierung der Komplexität wünscht und die Rolle des Großhandels hier wesentlich ist. Der Großhandels ist ein wichtiger Einflussnehmer wenn es darum geht, elektronische Standards zu setzen. Und diese werden in Zukunft mehr und mehr gebraucht. Das BIP in Deutschland beläuft sich auf 3,4 BIO €. Schon jetzt werden 870 Mrd. € digital abgewickelt und wiederum 30 % davon über den Großhandel. Fast ein Drittel also. Das stellte uns bzw. stellt uns und unsere Gesellschaft vor eine große Herausforderung. 1996 begannen wir mit Datanom Disketten zu arbeiten. Dieser Standard wurde von uns mitgestaltet. Im Jahr 1995 ging amazon ans Netz, die HTI-Gruppe ist zu diesem Zeitpunkt gerade mal ein Jahr alt. Bereits 1996 hat die GC-Gruppe den ersten Onlineshop für ihre Kunden gestartet. Von 1997 bis 2000 war der neue Markt sehr stark vom Internet getrieben. Somit forderte der Markt auch vom Großhandel eProcurement Systeme anzubieten. Die GC-Gruppe schuf mit der UGL Schnittstelle einen Standard der sich in kurzer Zeit in der SHK Branche etablierte.

Mittlerweile hat die HTI-Gruppe viele eProcurementlösungen realisiert, z.B. für Schäffler, Bayer, Stadtwerke München, Erdgas Südbayern oder die Wacker Chemie und ein routiniertes Vorgehen erarbeitet. Kundenorientierte bzw. bedarfsorientierte Konzepte werden auch in Zukunft unser Handeln und Tun bestimmen, denn die virtuelle und die reale Welt wachsen immer stärker zusammen.

Im März 2016 erhielt die Firma Max Bögl den Auftrag für die Hochbauarbeiten am HTI Handelszentrum Röttenbach. Somit war es eine große Freude Herrn Andreas Winkler, Zentralbereichsleiter Hochbau Süd, der Firmengruppe Max Bögl bei uns auf der Bühne zu begrüßen. Herr Winkler ließ für uns und unsere Gäste die Hochbauphase noch einmal Revue passieren, ging aber auch auf das vorausgegangene Thema Digitalisierung ein. Denn die Firmengruppe Max Bögl beschäftigt sich bereits sehr intensiv und professionell mit dem Thema BIM (digitales Bauen), um die Qualität langfristig zu steigern, die aktive Vernetzung und Kommunikation aller Beteiligen zu verbessern und die Produktivität zu erhöhen.

Wie wichtig ein funktionierendes Netzwerk ist, weiß auch Herbert Eckstein, Landrat für den Landkreis Roth. Aber nicht nur Netzwerken ist gefragt, auch Mut zu haben neue Wege zu gehen und Dinge auszuprobieren. So war der Landkreis beispielsweise einer der ersten, der eine Energieagentur gründete, lange bevor das Wort Energiewende populär wurde. Herr Eckstein freute sich, ein neues innovatives Unternehmen im Landkreis zu begrüßen.

Im letzten Vortrag von Prof. Dipl.-Ing. Timo Leukefeld stellten wir uns der zentralen Aussage - Intelligent verschwenden! Können wir das Heizen tatsächlich der Sonne überlassen? Woher werden wir die Energie nehmen, die wir zur Deckung unserer fundamentalen Grundbedürfnisse benötigen? Werden wir wieder am Lagerfeuer sitzen, um es warm zu haben - oder bei kühlen 17°C im Wohnzimmer? Einfamilienhäuser, die für uns arbeiten? Mehrfamilienhäuser mit Miet-Flatrate? Selbst Mobilität ist inklusive?

Wohnen – ein Menschenrecht! Zusammen mit Wärme, Strom und Mobilität ist es ein Thema, das einen Nerv in uns trifft und brennende Fragen aufwirft. Intelligente theoretische Konzepte gibt es genug. Es gilt, diese in die Praxis zu überführen. So wird Wandel zur Chance.

Timo Leukefeld, Energiebotschafter der Bundesregierung, baut mit seinen Konzepten von vernetzten energieautarken Gebäuden auf den kostenfreien und krisensicheren „Rohstoff Sonne“. Zum einen zur Eigenversorgung mit Strom, Wärme und Mobilität, zum anderen als Geschäftsmodell für Wohnungswirtschaft, Banken und Energieversorger. Er beantwortet die Fragen: Ob und wie ein Haus vollständig ohne Anschlüsse an das öffentliche Energieversorgungssystem auskommt? Ist das sinnvoll? Wie muss es konzipiert sein, um sich energetisch selbst zu versorgen?

Prof. Timo Leukefeld zeigt neue Wege im Umgang mit Ressourcen und Energie: Weg von dem Verbrauch endlicher Rohstoffe hin zu einer zukünftigen Kultur des Gebrauchens. Nicht das schlechte Gewissen ist Dreh- und Angelpunkt seiner energetischen Konzepte, sondern die kluge Nutzung der zur Verfügung stehenden Ressourcen. Mit der Konsequenz, dass nicht Verzicht im Vordergrund steht, sondern intelligente Verschwendung!

Ein wunderbarer Abend wurde musikalisch von der Jugendkapelle Röttenbach und kulinarisch vom Team des Bayerischen Hofs abgerundet!

Katrin Bacher
Leitung Verkaufsförderung