GC Gruppe- Großhandel für SHK Haustechnik - Sanitä, Heizung, Klima

IFAT 2016 in München
30. Mai – 3. Juni 2016

Besuchen Sie uns vom 30. Mai bis 3. Juni 2016 auf der IFAT in München – Messestand in Halle B6, Stand 351/450 und informieren Sie sich zu den Leistungen der HTI-Gruppe sowie über die Chancen und Möglichkeiten der elektronischen Beschaffung innerhalb der Branche.

IFAT 2014 in München

25.03.2014

KREATIVE WASSER- UND ABWASSERBRANCHE

Trinkwassergewinnung und Abwasserbehandlung sowie die dazu­gehörigen Transport-, Management- und Überwachungsaufgaben zählen zu den zentralen Ausstellungsthemen der weltweit führen­den Umwelttechnologiemesse IFAT. Vom 5. bis 9. Mai 2014 wird die Branche auf dem Münchner Messegelände erneut zeigen, dass bei allen Teilaspekten der Wasser- und Abwasserwirtschaft noch im­mer Raum für Innovationen ist.

Wie der Wasserkreislauf selbst so ist auch die Wasser- und Ab­wasserbranche in ständiger Bewe­gung. Innovative Produkte erset­zen Vorgängerlösungen, während sich Firmen und Märkte in neuen Konstellationen ordnen. Beispiels­weise hat Siemens im November letzten Jahres seine Geschäftsein­heit »Water Technologies«, die Sy­steme zur Behandlung von Wasser und Abwasser entwickelt und ver­marktet hatte, verkauft. Die inter­nationale Umwelttechnologiemes­se IFAT ist für den Weltkonzern die Gelegenheit dem Markt zu zeigen, dass sich Siemens im Wassergeschäft jetzt auf Automatisierungs-, Steuerungs- und Antriebs­lösungen für Industrie und Kom­munen konzentriert. Auf der Mes­se präsentiert Siemens unter ande­rem die modulare Wasser-Mana­gementsoftware Siwa. Mit ihr lässt sich die Betriebsführung in komplexen Wasser- und Abwassernetzen computergestützt simu­lieren und optimieren. Mit dem Modul »Leak« können nach Fir­menangaben außerdem Leckagen in Wassertransportsystemen er- migen Siebtrommel einen großen Durchsatz bei hoher Abscheidelei­stung. Ebenfalls neu im Rotamat- Segment ist die Feinstsiebanlage RoMem Liquid. Aufgrund ihrer großen Siebfläche können mit ihr Algen, Trübstoffe und Flaare energiesparend aus dem Abwas­serstrom entfernt werden. Zu­dem steigert RoMem Liquid laut den Huber-Experten die Be­triebsstabilität von Membranbe­lebungsanlagen.

Heizen und Kühlen
Eine praktische Möglichkeit, re­generative Energien intelligent einzusetzen, ist die Nutzung von Abwasser zum Heizen und Kühlen. In diesem Bereich über­zeugen der leistungsstarke und selbstreinigende Abwasserwärme­tauscher RoWin sowie der Kanal­wärmetauscher Tube Win von Hu­ber SE. Anhand diverser Projekt­beispiele wird deutlich, welch enormes Potenzial dieses Verfah­ren im Hinblick auf Green Buil­dings in sich birgt.

Aussteller aus dem Bereich Kanalsanierung werden auf der IFAT 2014 in den Hallen B4 und B5 sowie auf einem Teil des Freigeländes auf insgesamt 20.000 m2 einen umfassenden Marktüberblick über die neuesten Injektions-,Reling-,Einzieh,-und Beschichtungsverfahren der Kanalsanierung geben.

Nach Angaben des statistischen Bundesamtes hat das Kanalnetz in Deutschland derzeit eine Länge von fast 562.000 Kilometern. Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) geht davon aus, dass rund 20 Prozent aller Abwasserkanalhaltungen hierzulan­de schadhaft sind.

Vor der Vergabe von Sanie­rungsaufträgen prüfen Auftragge­ber und Netzbetreiber die Eignung der Bieter. Eine zwischen Auftrag­gebern, Ingenieurbüros und Auf­tragnehmern abgestimmte Grund­lage zur Bewertung der fachtech­nischen Eignung ist die Gütesiche­rung Kanalbau RAL-GZ 961. Un­ternehmen mit Gütezeichen Ka­nalbau haben für bestimmte Aus­führungsbereiche nachgewiesen, dass sie technisch leistungsfähig, erfahren und zuverlässig sind. Dipl.-Ing. Hans-Christian Möser vom Güteschutz Kanalbau e.V. hierzu: »Fast alle Finnen, die in Deutschland in der Sanierung von Abwasserkanälen tätig sind, führen das entsprechende Gütezeichen Kanalbau. Die Anzahl der pro Sa­nierungsverfahren verliehenen Gü­tezeichen spiegelt die Marktver­hältnisse wider. Demnach sind die Schlauchlining-Verfahren nach wie vor dominierend.«

Nach den Beobachtungen von Möser erscheinen die Sanierungs­systeme so ausgereift dass Weiter­entwicklungen hauptsächlich in Details stattfinden. Ähnlich sehe es auch bei der Kanalinspektion aus. Als Beispiel nennt der Prüfin­genieur neue, hochauflösende Ka­meras, die sich besonders für den Einsatz in Großprofilen eignen. Auch bei der Untersuchung der Grundstücksentwässerungsleitun­gen gehe es voran. »Durch weitere Miniaturisierung stehen bogen­gängige, abbiegefähige Kameras mit Dreh-/Schwenkkopf zur Ver­fügung. Die Weiterentwicklung der 3D-Vermessungssysteme er­möglicht eine weitgehend automa­tisierte Erstellung von Bestands­plänen, bei der alle relevanten Da­ten während der Inspektion vom System erfasst und ausgewertet werden,« schildert Möser.  

Mit einem umfangreichen Pro­gramm präsentiert sich die DWA. Unter dem Motto »Think Green – Think Future« bündelt die Deut­sche Vereinigung für Wasserwirt­schaft, Abwasser und Abfall erst­mals einen Teil ihres Messeange­bots in Halle B 0. Dort wird das Technisch-wissenschaftliche Fo­rum mit zwei Vortragsbereichen angeboten, zudem der Marktplatz der Universitäten, das IFAT JOB­CENTER, das Young Water Pro­fessionals’ Programme und die Young Professionals’ Lounge.

Der Tag der Kommunen, der von der DWA in Zusammenarbeit mit den kommunalen Spitzenver­bänden organisiert wird, beschäf­tigt sich mit dem Thema »Hoch­wasservorsorge - eine Gemein­schaftsaufgabe«. Die Veranstal­tung blickt auf das Hochwasser von 2013 und geht der Frage nach, welche Ereignisse einmalig waren und welche auch künftig zu erwar­ten sind.

Die Umsetzung der Beschlüsse der Sonderumweltministerkonfe­renz zum Hochwasserschutz vom Herbst 2013 aus Perspektive des Bundes und der Länder ist ein wei­teres Thema. Aus kommunaler Sicht wird beleuchtet, was inte­grierter Hochwasserschutz für eine Stadt bedeutet, wie Hochwasser- und Katastrophenschutz besser koordiniert werden können und welche Positionen die kommuna­len Spitzenverbände zur Hoch­wasservorsorge in der Fläche ver­treten.

Unter dem Leitsatz : »Aus der Forschung in die Praxis« diskutie­ren beim fünften »Innovationsforum Wasserwirtschaft« Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Ver­waltung und Kommunen aktuelle wasserwirtschaftliche Forschungs­schwerpunkte und ihre Umset­zung in die Praxis. Zu den zentra­len Themen gehören der energie­effiziente und ressourcenschonen­de Umgang mit Wasser, die Aus­wirkungen des Klimawandels und die Folgen für die Wasserwirt­schaft sowie Verfahrenstechniken der Abwasserreinigung unter ver­schiedenen klimatischen Bedin­gungen. Der Einsatz von Geoinformationssystemen in der Was­serwirtschaft wird ebenfalls be­leuchtet. Wie mit Hilfe der soge­nannten Risikokommunikation die Bevölkerung für Gefahren - zum Beispiel durch Schadstoffe und Krankheitserreger im Wasser oder auch durch Hochwasserrisiken - sensibilisiert und letztlich auch eine Verhaltensänderung her­beigeführt werden kann, ist ein weiteres Thema des Innovations­forums.

Das Innovationsforum Wasser­wirtschaft wird von der DWA in Kooperation mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) organisiert. Ziel der Veranstaltung ist es, den Austausch zwischen Forschung und Praxis zu fördern.