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Neukonzeption der Trinkwasserversorgung in Prevorst

01.10.2020

Neukonzeption der Trinkwasserversorgung
in Prevorst (Gemeinde Oberstenfeld)

Bildunterschrift: Ausrichtung der beiden Wasserkammern für den Trinkwasserbehälter

Prevorst ist mit ca. 400 Einwohnern ein kleiner Teilort der Gemeinde Oberstenfeld im Landkreis Ludwigsburg. Der örtliche Hochbehälter und die vorhandenen AZ-Trinkwasserrohre waren teilweise marode und nicht mehr zeitgemäß. Das Ingenieur-Büro IMS Hechingen empfahl aufgrund Vorteile eines Röhrenspeichers aus PE für ein solches Bauwerk, unter anderem den hohen Vorfertigungsgrad im Werk (kurze Bauzeit), die Herstellung ausschließlich aus Werkstoffen, die für den Kontakt mit Trinkwasser zugelassen sind und die leichte Reinigung dank glatter Innenflächen im Behälter. Ein wichtiger Schritt. Blicken wir auf das Projekt.

Im Vorfeld des Projektstarts gab es eine öffentliche Ausschreibung, die das komplette Paket mit den entsprechenden Rohrleitungen für die Zuleitungen und den Anschluss an das Ortsnetz mit insgesamt ca. 2,8 km duktiler Gussröhren umfasste. Den Zuschlag für den Gesamtauftrag erhielt die Firma Hans Bauer Tiefbau in Alfdorf, für den Rohrleitungsbau die Firma Weitbrecht in Stuttgart als Subunternehmer. Die HTI ZEHNTER wickelte die Aufträge sowohl für den Tiefbau als auch für den Rohrleitungsbau mit den Firmen ab.

Bildunterschrift: Anlieferung der Schieberkammer
Schieberkammer wird zur Verschweißung mit den Speicherröhren gesetzt.

Die Fertigung des Röhrenspeichers wurde an die Firma Frank, Mörfelden vergeben und im Werk Wölfersheim in drei Einzelteilen aus Wickelrohr PE 100 mit coextruierter blauer Innenschicht gefertigt. Folgende Produkte kamen zum Einsatz:

  • 2 Röhrenspeicher DN 3000, Baulänge 8,4 Meter, für jeweils 60 m³. Einzelgewicht ca. 4 t.
  • 1 Schieberkammer DN 3500, Baulänge 9,4 Meter, Gewicht ca. 10 t, komplett mit Armaturen, Druckerhöhungsanlage, Edelstahltür und 2 Drucktüren als Zugang zu den Röhrenspeichern

Am vereinbarten Liefertag folgte dann der kleine Schock auf der Baustelle: Es waren nur die zwei Röhrenspeicher eingetroffen. Die Schieberkammer stand 80 Kilometer entfernt auf einem Autobahnparkplatz und konnte nicht weitertransportiert werden. Bei der Genehmigung der Nachtfahrt hatte die zuständige Behörde eine Baustelle übersehen und der überbreite Schwertransport konnte nicht weiterfahren. Die Firma Frank GmbH kümmerte sich, regelte den weiteren Transport, sodass die Anlage am nächsten Morgen abgeladen und verschweißt werden konnte. In den Tagen darauf folgte die Überdeckung des Bauwerkes und der Anschluss der Rohrleitungen.

Dank nahtloser Zusammenarbeit der beteiligten Firmen freuen sich die Prevorster über mehr Sicherheit in der Trinkwasserversorgung.

Bildunterschrift 1: Einzug der Wasserkammer in die Schieberkammer mit Kettenzug
Bildunterschrift 2: Blick in die vormontierte Schieberkammer