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Nachbericht Live-Event: Bayerischer Trinkwassertag 2020

30.11.2020

Nach den vielen Wochen der Vorbereitung war am 25.11.2020 um 9:00 Uhr der Moment der Gewissheit: „Funktioniert alles wie geplant?“. „Was tun, wenn sich niemand einwählen kann?“ …

All diese Fragen gingen mir durch den Kopf als ich den Zugangscode eintippte. Und siehe da, alles einwandfrei! In mir machte sich große Erleichterung breit. Katrin Bacher (Rahmenmoderation) war zu sehen, man konnte sie sehr gut hören und auch alle weiteren Beiträge klappten wunderbar. Ich fühlte mich stolz und glücklich aktiv am Projekt mitgestaltet zu haben. Gerade auch, weil wir den in der Branche etablierten Trinkwassertag, diesmal in einem neuen digitalen Format umsetzen konnten.

Der Tag
In den Tag startete Katrin Bacher, unsere Moderatorin und Leiterin der Verkaufsförderung, mit einem „herzlichen Grüß Gott“ an alle Teilnehmer*innen aus dem Studio in München. Zusammen mit Johann Lohwieser, dem Geschäftsführer der HTI Gienger KG aus Markt Schwaben führte sie die Zuschauer charmant und kompetent in den Tag. Frau Bacher ging auf ihren persönlichen Bezug zum Thema Trinkwasser ein und erzählte über ihre frühen Berührungspunkte in Bezug auf ihren Vater, der technischer Werkleiter in Freilassing war. Trinkwasser sollte aber auch für Herrn Lohwieser zum vorrangigen Thema der Einleitung werden. Die Frage nach den Berührungspunkten zum Thema Trinkwasser in der täglichen Praxis wurde von Herrn Lohwieser in Bezug auf seine Tätigkeit bei der HTI ausführlich im Interview beantwortet.

Der Geschäftsführer der DVGW Landesgruppe Bayern, Dipl.-Ing Herr Robert Scherer führte uns in sein Thema „Aktuelles zur Wasserversorgung in Bayern“ ein. Er kam extra aus Augsburg zu uns nach München, um die Sichtweise des DVGW vorzustellen. Im Interview hatte Katrin Bacher die Möglichkeit Herrn Scherer auf den „Zahn“ zu fühlen. „Was macht der DVGW für die Trinkwasserversorgung?“ und „Welche wichtigen Themen beschäftigen Sie?“ – all diese Fragen wurden eingehend erläutert.

Das Thema COVID-19 sollte auch am Trinkwassertag nicht zu kurz kommen. In Bezug auf unsere Trinkwasserversorgung hatte sich Udo Dehne, Betriebsleiter des Wasserwerkes in Schwabmünchen als Profi zum Thema im Studio eingefunden. Was ist wichtig, wenn sich ein Wasserversorger an die DIN EN 15975-2 halten möchte? Auf welche Belange vor Ort muss man achten und tun die Betriebe „alles wie immer“ oder sollte ein Umdenken durch die Reihen gehen? Diese und noch viele wichtige Fragen zu Richtlinien und dem Umgang zwischen großen und kleinen Betrieben wurden im Interview besprochen.
Unser erster Vortragender im Studio 2 sollte auf den Fuß folgen. Dr. Tobias Zuber vom bayerischen Landesamt für Umwelt ging in seinem Vortrag auf die Wasserversorgung in Bayern ein und beleuchtete die Herausforderungen und ging auf vier wichtige Bereiche zum Thema Trinkwasser ein. Die Gäste erfuhren viel Wissenswertes über die Kampagne Schau auf die Rohre – das Wasserschutz Brot – die Wasserschule und die Tätigkeiten des LfU im Allgemeinen.

In einem kleinen Resümee der ersten Vorträge rundete Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Günthert mit einem Überblick über die voran gegangenen Themen den ersten Vortragsteil ab. Er sagte „Danke an alle Kleinen und Großen in der Wasserwirtschaft“ – dieses Statement kam auch im Chat sehr gut an und passte perfekt.

Nach einer kleinen Pause, in der viele wichtige Informationen über den Tag am Bildschirm sichtbar waren, folgte Holger Komischke vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt- und Verbraucherschutz. Sein Thema sollte im Kern die klimatischen Veränderungen und die daraus resultierenden Veränderungen auf die Wasserwirtschaft behandeln. Viele wichtige Messungen und Daten, die über mehrere Jahre erhoben wurden, zeigen anschaulich „ES IST ZU WARM UND WIR HABEN ZU WENIG NIEDERSCHLAG“. In Zukunft müssen wir „abwarten wo die Reise hingeht“, da auch Holger Komische nicht weiß, wie sich das Klima verändert. Denn „Wasser ist die wichtigste Ressource - Wasser ist Leben“. Herr Komischke hat es geschafft den Zuschauer anschaulich an das Thema heranzuführen.

Für Abwechslung durch einen spannenden Praxisvortrag wurde auch gesorgt. In der Einführung zeigte Wolfgang Grösch, technischer und kaufmännischer Werkleiter der Achengruppe, mit dem sogenannten „Water-Safety-Plan“ sehr anschaulich wie sich Wasser einen Weg sucht. Das Water-Safety-Plan-Konzept ist ein Managementansatz, der sowohl für kleine und große Betriebe passt. In so einen WSP werden verschiedene Überlegungen angestrengt, denn einige Risiken, Störfaktoren etc. müssen in Bezug auf die Wasserversorgung mit einbezogen werden. „Ein Kümmerer, der seinen Job liebt und lebt“ ist das wichtigste in einem Betrieb, der täglich für seine Bürger ein wichtiges Gut zur Verfügung stellt.

Wir möchten auch das Feedback im Chat mit Ihnen teilen: Super Vortrag von Herrn Grösch, hier kann jeder Betrieb etwas mitnehmen. Top Informationen! Ein toller Vortrag von Herrn Grösch! Sehr lebendig und herzhaft, Danke dafür!

Der Vormittag hat ein ganz wichtiges Thema immer mal wieder angeschnitten. Und zwar kommt es auf ein gut ausgebildetes Betriebspersonal an. Dr. Lenz, Leiter des Geschäftsbereichs Umwelt und Technik der BVS, hat unterstrichen wie wertvoll gutes Personal ist. Andreas Lenz stellte den Gästen die neue Fortbildungsordnung in den Berufen rund um die Wasserwirtschaft vor. Er beschrieb die Auswirkungen von Corona auf die Aus-/ Fortbildung und welche Möglichkeiten als ausgebildete Person in der Wasserwirtschaft bestehen. Welche Herausforderungen wurden von Unternehmen und jungen Leuten begangen? Was wir daraus lernen können und wie die Bayerische Verwaltungsschule damit umgeht. Gerade den Prüflingen im Haus wollte die BVS ermöglichen, dass sie eine sehr gute Vorbereitung auf die Prüfungen bekommen, er sagte „wir wollen keine Corona Prüfungen – es soll nicht heißen wir haben es geschenkt bekommen.“ Mit dieser Aussage bekräftigte Dr. Lenz die Wichtigkeit, auf Herausforderungen an einen Bildungsträger in der Corona Pandemie, einzugehen.

Im gesamten Resümee des Vormittags begrüßte unser Kollege Horst Hampl Dr. Lenz auch bei sich im Studio – gemeinsam erläuterten die beiden Herren in einem spannenden Interview, dass die Digitalisierung ihre Grenzen hat. Beiden ist dabei aufgefallen: Es gibt wahnsinnig viele Sachen in der Aus-/ und Fortbildung, die man erst üben und lernen muss, um seine eigenen Erfahrungen zu machen. Die Fachkraft muss fit gemacht werden für ihren Beruf und nicht für einzelne Anlagen, das Ergebnis muss ja am Ende auch stimmen. Mit diesen wichtigen Erkenntnissen ging es in die Mittagspause, welche wir uns alle für einmal kurz „durchschnaufen“ verdient hatten.

Gestärkt mit dem im Vorfeld an alle Teilnehmer verschickten „Brotzeit Packerl“ konnte Katrin Bacher unsere nächste Referentin im Studio begrüßen. Über eine Live-Schaltung nach Ingolstadt begrüßte Sie Dr. Christina Hirschbeck vom Wasserwirtschaftsamt zum Thema Wasserschutzgebiete und Trinkwassereinzugsgebiete. Die Verbindung funktionierte stabil und so entstand ein toller Vortrag mit vielen anschaulichen Erklärungen von Frau Hirschbeck. Besonders hervorzuheben ist die Aussage „Grundwasser hat ein Gedächtnis“, deshalb ist Grundwasserschutz absolut notwendig. Auch hier möchten wir das Feedback aus dem Chat mit Ihnen teilen: Lob an die Dozentin, sehr interessant und informativ! Danke an die Verantwortlichen!

Wer plant‘s? Ein provokant formulierter Titel ließ auf einen spannenden Vortrag schließen. Klaus Mitter vom Ingenieurbüro SHP steht für eine seriöse, unabhängige Beratung von Wasserversorgern und ging in seinem Vortrag detailliert auf die Vergabe von Ingenieurleistungen in der Wasserversorgung ein und gab viele praktische Tipps und Anregungen für Vergabestellen.

Seit 2013 kooperiert die HTI Gienger KG mit der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und bietet den Studiengang Ingenieurwesen Wasserwirtschaft als Studium mit vertiefter Praxis an.

Auch SHP beteiligt sich als dualer Partner seit vielen Jahren an diesem Modell. Die Initiative Wissen, initiiert von der HTI Gienger, ist ein echter Gewinn für die Wasserwirtschaft und ihr Netzwerk.

In einem lebendigen Interview diskutierten Fabian Braun, ehemaliger Studierender der Wasserwirtschaft, Klaus Mitter und Katrin Bacher die Vorteile eines dualen Bildungsmodells.

Nach einer kurzen Pause wartete schon ein weiteres wichtiges Thema auf uns. Reiner Back von der Emmerling Planungsgesellschaft beschäftigt sich mit der Entwicklung nachhaltiger und intelligenter Lösungen von Betonbauteilen. In seinem Vortrag ging es sehr anschaulich um das Innenleben eines Trinkwasserbehälters. Was muss nach vielen Jahren in Gebrauch getan werden, um die Innenwände wieder in Stand zu setzen? Welche Voruntersuchungen sind nötig, wie kann eine Sanierung durchgeführt werden und wie sieht dann das Endergebnis aus? Das alles hat Herr Back wunderbar anhand von vielen Bildern und Beispielen erläutert. Sein Unternehmen hat viel Erfahrung mit der Technik die notwendig ist, um Trinkwasserbehälter wieder für die Herausforderungen der Lagerung von einem der wichtigsten Güter „unserem Trinkwasser“ fit zu machen.

Die Vortragsreihe live im Studio des Trinkwassertages gestaltete Kirsten Arp, Geschäftsführerin der AöW e.V. mit einem spannenden Vortrag zum Thema Trinkwasser vs. Flaschenwasser. Sie erläuterte anschaulich die Umweltaspekte, welche hinter der Herstellung/Gewinnung beider Ressourcen zu betrachten sind. Ihr war auch wichtig auf die Kampagnen und Initiativen einzugehen, welche der Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft besonders am Herzen liegen. Nach vielen interessanten Denkanstößen ging Frau Arp noch auf einen prominenten Rechtsstreit ein.

Frau Arp hat in ihrem Vortrag eins deutlich gemacht, es braucht wieder mehr Plattformen, um über unser Trinkwasser zu sprechen. Nur so kann den Bürgerinnen und Bürgern immer wieder der Wert des Wassers vor Augen geführt werden. Als Diplom-Landschaftsökologin hat sie ein Bewusstsein dafür, dass Wasser die Grundlage allen Lebens ist und Teil aller Ökosysteme.

Zum Ende unseres Trinkwassertages hatten wir, um die Wichtigkeit des Themas Trinkwasser nicht nur in Deutschland zu unterstreichen, noch einen besonderen Gast bei uns – Dr. Beate Grotehans von der WasserStiftung. Frau Grotehans ist seit Mai 2020 Vorsitzende des Vorstands, arbeitet jedoch bereits seit 2012 für die Stiftung. Sie hat sich sehr über die Einladung gefreut und die Arbeit der Stiftung und aktuelle Projekte vorgestellt. Die Überraschung aber kam von uns, der HTI Gienger KG, Frau Grotehans konnte eine Spende über 1.000, - € entgegennehmen und die Freude stand ihr ins Gesicht geschrieben. Denn für die HTI Gienger war vollkommen klar, nichts zu tun, nicht zu helfen ist keine Option.

Vielen Dank!
Unser Dank gilt der Agentur Heinemann Kommunikation. Sie hat einen klasse Rahmen für uns abgesteckt– ob es das Design, die Website, Videos oder Regieanweisungen waren – sie hatten das Projekt und den Tag im Griff. Danke auch an das Studio-Team der Pixelschickeria, die uns in der Vorbereitung und der Durchführung zu jeder Zeit ein toller Partner war.

Unser größter Dank aber geht an die Referenten und Gäste im Studio sowie an die Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Tages! Herzlichen Dank fürs Einschalten, Durchhalten und das durchweg positive Feedback im Chat.

Trinkwassertag Online
Zum Schluss noch eine Information für alle die nicht dabei sein konnten. Der gesamte Tag steht als Aufzeichnung für Sie zur Verfügung. Alle Informationen dazu finden Sie auf unserer Trinkwassertag Webseite: www.fachwelten-bayern.de/trinkwassertag oder Sie können bei Interesse auch auf unsere Buchungsseite gehen www.event-fachwelten.de und sich für die einzelnen Pakete eintragen.