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Tiefbau und Trinkwasserschutz

04.12.2019

Tiefbau und Trinkwasserschutz - Wie gehört das zusammen?

Es ist die Grundlage allen Lebens und sogar unser Körper besteht zu mehr als der Hälfte daraus. Weiteres ist es das wichtigste Lebensmittel des Menschen, ohne dem wir nicht lebensfähig wären.

In Österreich werden pro Jahr 2,5 Kubikkilometer Wasser verbraucht, das sind etwa 130 Liter pro Tag/pro Person. In Österreich wird das Trinkwasser nur aus Grund- und Quellwasser gewonnen. Dieses Wasser ist aufgrund der unterirdischen Lage viel sauberer als das Oberflächenwasser. Länder wie Deutschland oder Norwegen sind nicht in der glücklichen Lage und müssen auf das Oberflächenwasser zurückgreifen um den Trinkwasserbedarf zu decken.
90 % der Österreicher/innen beziehen ihr Trinkwasser durch zentrale Wasserversorgungsanlagen.

Die restlichen zehn Prozent versorgen sich durch einen eigenen Hausbrunnen oder Quellen.
Hausbrunnenbesitzer sind selbst für die Qualität des Wassers und die Bauweise des Brunnens verantwortlich.
Hier bietet die HTI Österreich GmbH eine gute Lösung an. Wir haben in unserem Sortiment Schachtabdeckungen von AET und Brunnendeckel, die wir von unseren österreichischen Lieferanten, Pimiskern und Tiba, beziehen.

Rund 1,4 Milliarden Kubikkilometer Wasser gibt es auf der Erde, aber nur 35 Millionen Kubikkilometer sind für Menschen, Tiere und Pflanzen genießbar und somit trinkbar. Mehr als zwei Drittel unseres Süßwassers liegt als „ewiges Eis“ in den Polarkappen und Gletschern verborgen. Jedoch ist dieser Speicher durch den Klimawandel schon verringert worden. Die Menge an Wasser auf der Erde wird immer gleich bleiben, da es sich in einem ewigen Kreislauf aus Regen und Verdunstung befindet und ständig wiederverwertet wird.

Das verfügbare Trinkwasser wird jedoch dann weniger wenn es durch Verschmutzungen so verunreinigt wird, dass es sich nicht mehr reinigen lässt und somit nicht mehr verwertbar ist. Der Klimawandel wirkt sich auch auf die Versorgung in Österreich aus. Dies ist auf die intensive Garten- und Landschaftsbewässerung, sowie die zunehmende Anzahl der privaten Swimmingpools zurückzuführen. Aber auch auf die zeitliche und örtliche Verteilung des Niederschlages. Dies hat wiederum Einfluss auf die Neubildung des Grundwassers. Der Klimawandel hat aber nicht nur Einfluss auf die Trinkwassermenge, sondern auch auf die Qualität.

Denn durch Verdünnungseffekten kann es zu steigenden Nitratbelastungen im Trinkwasser kommen. Dadurch entstehen viel öfters Starkregen, bei denen der Boden, das Wasser nicht aufnehmen kann. Die Folge davon ist, dass das Wasser an der Oberfläche abläuft und die oberste Erdschicht (Krume, ist die Wertvollste Erde für die Pflanzen), in die Bäche läuft.
Dies kann durch ein gutes Abwasser/Drainagesystem zwar nicht verhindert werden, aber die Ausmaßen der Katastrophen können verringert werden. Daher bieten wir hierzu unsere Drainagerohre in verschiedenen Ausführungen und samt Zubehör an. Sie sorgen dafür, dass das überschüssige Wasser abfließen kann und soll Überschwemmungen reduzieren.

Wir als Großhändler müssen uns darüber Gedanken machen, von wo wir unsere Produkte beziehen, wie die Erzeugung der Produkte erfolgt, aus welchen Material die Produkte hergestellt werden und wir müssen auch auf die Lebensdauer der Produkte achten. Um so länger ein Produkt seine Qualität unter Beweis stellt desto weniger Arbeit und desto weniger Material brauchen wir. Was wiederum ein positiver Aspekt für den Umweltschutz ist.

Mit dem Polyethylenrohr hat man eine gute Alternative zu den veralteten Kupferrohr, Edelstahlrohr,
Messing und Rotguß aber auch zu anderen Kunststoffen wie PVC (Polyvinylchlorid) gefunden. Im Gegensatz zu den veralteten Kupferrohren, geben die PE-Rohre nur geringe Mengen an Schadstoffen in das Trinkwasser ab.
Es ist sehr widerstandsfähig gegenüber Säuren, Laugen und Chemikalien, zugleich ist es sehr dehnbar. Durch die unpolare hydrophobe Oberfläche kann das Rohr  nicht oder nur schlecht bedruckt und geklebt werden.
Unter einer unpolaren hydrophoben Oberfläche versteht am folgendes:
Das Wort „hydrophob“ kommt aus dem  altgriechischen und bedeutet „wassermeidend“.
Dies ist ein Zusammenschluss von unpolaren Molekülen die Wasser ausschließen.
Stoffe mit einer hydrophoben Oberfläche gehen keine Verbindung mit Wasser ein und lassen die Wassermoleküle „abperlen“.
Fette, Wachs und Öle sind Alltagssubstanzen mit einer hydrophoben Oberfläche, die keine Verbindung mit Wasser eingehen.
Durch eine  Behandlung von  Laser, Plasma oder starken Säuren sind aber auch Kleb- und Druckarbeiten möglich.
Es gibt auch zwei verschiedene Arten von PE, das Weich Polyethylen und das Hart Polyethylen.
Der Unterschied zwischen den beiden ist die Herstellung. Weich Polyethylen wird bei hohen Temperaturen hergestellt, beim sogenannten Hochdruckverfahren. Dies führt dazu, dass das Produkt höhere Temperaturen aushalten kann, im Gegensatz zum  Hart Polyethylen. Dies wird in einem Niederdruckverfahren bei niedrigen Temperaturen hergestellt und ist dadurch weniger hitzebeständig. Ein weiterer Unterschied ist die Beschaffenheit. Während das Weich Polyethylen zuerst granuliert und dann in Teile gepresst wird, ist das Hart Polyethylen nur als Pulver, für Beschichtungen, erhältlich.

Auch unsere Verbindungsstücke, wie Aduxa-Mulitkupplungen, Anborschellen und Sperrschellen, E-Schweissmuffen, Absperrschnellen, Isiflo und die Steckfittinge sorgen dafür, dass das Wasser ungehindert und ohne Verschmutzungen von einem Ort zum Anderen transportiert werden kann. Oft gibt es das Problem dass Erde, Düngemittel oder Gifte in unser Trinkwasser gelangt und dies somit nicht mehr genießbar ist. Der Vorteil dieser Verbindungsstücke liegt auch darin dass man viele verschiedene Rohrarten, wie PVC, KG, GFK oder PE miteinander verbinden kann.
So tragen wir einen großen Teil zur Erhaltung unserer Trinkwasserqualität bei.
Auf der anderen Seite ist es auch wichtig das die Rohrverbindungen für die Abwasserentsorgung  dauerhaft dicht ist. Denn somit kommen Stoffe, die nicht ins Grundwasser kommen sollen, auch nicht dort hin.

Ein wichtiger Beitrag ist zudem die Entsorgung der Kunststoffe. Die Entsorgung übernahm früher indirekt die Firma HTI. Es waren Sammelstellen aufgestellt bei denen die Kunststoffe abgeliefert werden konnten. Die Rohre und Formstücke wurden dann nach Werkstoffen sortiert und gereinigt,  zu Mahlgut und Regranulat verarbeitet oder es wurden wiederum neue Rohre hergestellt.
Heute ist das nicht mehr nötig, da die Kunden die Kunststoffe ganz einfach in das Altstoffsammelzentrum in der Nähe bringen.
Hier werden die Rohre auch sortiert und gewaschen und danach zu Mahlgut verarbeitet.
Dieses Mahlgut kann dann wieder zu Regranulat verarbeitet werden und daraus entstehen wieder Rohre, Folien oder Schutz von Kabeln.

Neben all diesen Faktoren, die zur Trinkwasserverschmutzung betragen, spielt auch die Ölentsorgung eine wichtige Rolle. Für Tankstellen, Werkstätten und Waschanlagen gibt es sogenannten Mineralölabscheider, die die Firma Tiba anbietet.
Diese haben die Funktion, ölverschmutztes Betriebs- und Regenwasser mechanisch zu reinigen.
Das Wasser strömt durch die Auslauföffnung seitlich ab zum Schrägklärer. Im Durchflussraum setzten sich grobe Schlämme und andere Verschmutzungen ab.
Der Schrägklärer hat die Aufgabe die Schlämme vom Wasser zu trennen und auch kleine Öltropfen in größere zu verwandeln. Das Wasser fließt waagrecht durch den Schrägklärer, dadurch kommt der Schlamm nach unten und und das Öl nach oben, dadurch ist eine automatische Reinigung gegeben.
Das gereinigte Abwasser fließt dann durch den Ablauf in den Kanal. Am Ablauf befindet sich auch noch eine  Probeabnahmestelle, bei der man eine Probe des Wassers nehmen kann.
Sollte das Öl zu viel werden schließt sich automatisch die Klappe und es kann kein Wasser mehr durchfließen.
Um dies zu verhindern, kann man auch einen Alarm einbauen lassen. Dann ertönt ein Signal, sobald die maximale Ölmenge im Abschneider erreicht ist.
Wenn kein Alarm eingebaut ist, muss man es regelmäßig kontrollieren und gegebenenfalls entleeren.

Es liegt in unserer Hand wie es mit der Erde weiter geht. Nur wir Menschen können das noch retten, was zu retten ist.

Die Natur versteht keinen Spaß, sie ist immer wahr, immer ernst, immer strenge; sie hat immer recht und die Fehler und Irrtümer sind immer des Menschen. (Johann Peter Eckermann)

Verfasser des Textes: Lena Scherrer, Lehrling Großhandel, 2. Lehrjahr