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AUSGABE 4/2021 KREISLAUFWIRTSCHAFT: QUALITATIV UND NACHHALTIG BAUEN

Editorial Liebe Kunden, liebe Partner,

zwar entwickelt sich der CO2-Fußabdruck der Baubranche seit 1995 positiv, Ressourcenverbrauch und Schadstoffaufkommen sind trotz aller Bemühungen weiterhin deutlich zu hoch. In Deutschland fließen gut 90 Prozent aller verwendeten mineralischen Rohstoffe in Bauprojekte, sind somit nicht nur für circa 40 Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich, sondern verursachen pro Jahr auch 54 Millionen Tonnen Schutt. Diesen immensen Rohstoffverbrauch gilt es lieber gestern als heute zu reduzieren. Die Lösung: Eine funktionierende Kreislaufwirtschaft und innovative Verfahren zum Erzeugen nachhaltiger Produkte. Doch was bewirken nachhaltige Möglichkeiten in unserer Branche? Wie lassen sich innovative Verfahren mit hohen Qualitäts- und Wirtschaftlichkeitsansprüchen vereinbaren? Und wie können wir als Fachgroßhandel im Sinne der Nachhaltigkeit agieren?

In dieser Ausgabe der PERSPEKTIV lesen Sie, welche Chancen und Herausforderungen im Zuge eines ressourcenschonenden Bauens auf unsere Branche zukommen und erfahren, welche umweltbewussten (Tief)baulösungen bereits heute zur Verfügung stehen. Nur wenn unsere Branche - über ihre Gewerke hinweg - auf nachhaltigere Lösungen setzt, können wir den mineralischen Rohstoffverbrauch reduzieren und zu einer grünen Zukunft beitragen. Ansonsten dürfen Sie sich über einen Einblick in verschiedene Referenzprojekte, Best-Practice-Lösungen und Produktinnovationen freuen: Von dem zukunftssicheren Rohrleitungsbau in einer bayerischen Gemeinde über die Komplettsanierung eines Mischwasserkanalsystems, dem Anfertigen und Verbauen von GeoThermischen Anlagen, dem Verlegen einer Nebenleitung bei laufendem Betrieb bis zu maßgeschneiderten Lösungen für verschweißte Kunststoffrohrleitungen oder Dichtungssystemen, die den höchsten Sicherheitsanforderungen entsprechen - für jede Herausforderung haben unsere HTI-Experten die passende Antwort.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen, Stöbern und Entdecken.

Titelstory Kreislaufwirtschaft: Qualitativ und nachhaltig bauen

Obwohl sich der CO2-Fußabdruck der Baubranche seit 1995 positiv entwickelt hat, sind der Ressourcenverbrauch und das Schadstoffaufkommen weiter deutlich zu hoch: Bauprojekte verzehren rund 90 Prozent aller in Deutschland verwendeten mineralischen Rohstoffe, verantworten circa ­40 Prozent der CO2-Emissionen und verursachen jährlich über 54 Millionen Tonnen Bauschutt. Eine funktionierende Kreislaufwirtschaft und innovative Verfahren zur Erzeugung nachhaltiger Produkte können Quantensprünge bewirken. Doch wie lassen sie sich mit hohen Qualitäts- und Wirtschaftlichkeitsansprüchen vereinbaren? Erfahren Sie mehr.

Effizient genutzte Roh- und Baustoffe sind der Schlüssel zu einer klimafreundlicheren Bauwirtschaft. Zwar werden mineralische Bauabfälle in Deutschland bereits größtenteils recycelt und die Wiederverwertungsrate beträgt bis zu 90 Prozent: Doch entstehen dabei meist keine neuen Hauptbaumaterialien, sondern oft minderwertigere Werkstoffe wie Straßenfüller, die das Resultat von »Downcycling-Prozessen« sind. Für ein nachhaltiges Bauen, das die Bedürfnisse der aktuellen Generation befriedigt, ohne die der kommenden Generationen zu beeinträchtigen, bedarf es daher weiterführender Ansätze. Es braucht Innovationen, um den Energie- und Rohstoffverbrauch zu minimieren, die Nutzung von Primärrohstoffen zu senken und Produkte, die sich zu hundert Prozent und mit gleichbleibender Qualität recyceln lassen. Diesem Anspruch Rechnung tragend, mehren sich zukunftsweisende Konzepte.

Design for Deconstruction: Bereits in der Planung an den Abriss denken

»Von Wiege zu Wiege«: Das ist die wörtliche Übersetzung und gleichzeitig das Leitmotiv des von der EPEA GmbH entwickelten Designprinzips »Cradle-2-Cradle«. Ziel ist es, den Ressourcenverbrauch und das künftige Abfallaufkommen bestenfalls komplett zur reduzieren. Gemäß der ganzheitlichen Betrachtungsweise, dass jedem Ende auch ein Anfang innewohnt, werden Baumaterialien Nährstoffen gleichgesetzt, die sich in die Biosphäre oder in technische Kreisläufe zurückführen lassen. Produkte oder verwendete Materialien müssen dafür entweder komplett ökologisch abbaubar sein – wie z. B. Holz, oder sie müssen als Bauelemente wiederverwertbar sein. Zudem sollen sie langlebig, robust und schadstofffrei sein, um hohen qualitativen Ansprüchen zu genügen.

Ausschöpfung von urbanen Minen

Die Grundlagen für Konzepte wie »Cradle-2-Cradle« sind jedenfalls vorhanden. Das zeigen unter anderem wissenschaftliche Studien der Universität Luxembourg, die belegen, dass die mit Abstand größten anthropogenen Materialvorräte bereits im Bauwesen zu finden sind. In Zahlen ausgedrückt: Allein in Deutschland sind mehr als 26 Milliarden Tonnen mineralische Materialen verbaut, davon rund 42 Prozent in Tiefbauprojekten und 53 in Hochbauprojekten. Unter diesem Gesichtspunkt lautet die Forderung, bestehende Konstruktionen als »Urban Mines« zu betrachten. Sie sind wertvolle Geldanlagen, da durch den Ab- und Rückbau perspektivisch Ressourcen wieder verfügbar werden, die ein nachhaltiges und wirtschaftliches Bauen ermöglichen. Voraussetzung ist, dass die »Urban Mines« mittels standardisierter Verfahren erfasst und ihre »Schätze« gezielt gehoben werden können.

Nachhaltige Verfahren, Produkte und Partnerschaften

Ratsam ist es daher auch, entsprechende Überlegungen bei künftigen Projekten bereits in die frühe Planung einzubeziehen: »Gebäude sollte man wie Rohstofflager sehen und im Grunde so konzeptionieren, dass die einzelnen Bau- und Ausstattungselemente leicht demontierbar sind und nach Gebrauch zur Wiederverwendung kommen«, sagt Vanja Schneider, Geschäftsführer der MORINGA GmbH, die derzeit in Hamburg das erste Wohngebäude nach dem Cradle-2-Cradle-Prinzip errichtet (siehe Infokasten unten). Einige besonders vielversprechende Projekte, Produkte und Verfahren erklären wir Ihnen im Folgenden.

Titelstory Moringa Hamburg: Wohnhochhaus nach dem Cradle-2-Cradle-Prinzip

Eines der meistbeachteten Projekte für ein zirkuläres, ressourcenschonendes Bauen entsteht aktuell im Hamburger Hafen. »Moringa«, ein Ensemble aus drei Gebäudeteilen mit bis zu dreizehn Geschossen, ist das erste Wohngebäude, das nach dem Cradle-2-Cradle-Prinzip fertiggestellt wird. Nach Maßgabe des Projektentwicklers (MORINGA GmbH by Landmarken AG) kommen weitgehend schadstofffreie und recyclingfähige Produkte und Baustoffe zum Einsatz: Im Sinne des »Urban Mining« sollen sich mindestens 50 Prozent der eingesetzten Ressourcen später einmal rückgewinnen lassen. Die verwendeten Materialien und ihr CO2-Fußabdruck werden in einem Building Circularity Passport der EPEA GmbH festgehalten. Grünflächen im Innenhof, an Fassaden und Dächern, die in Summe größer sind als das bebaute Grundstück, lassen Moringa zum »gesündesten« Haus der Stadt werden.

Mehr über »Moringa« und das ressourcenschonende Bauen erfahren Sie
hier im Video

Foto: MORINGA GmbH by Landmarken AG

Titelstory Urban Mining Index

Die Rückgewinnung verbauter Materialien ist am effektivsten, wenn klar ist, wo die »Urban Mines« liegen, welche »Schätze« sie bergen und wann diese verfügbar sind. Dafür benötigen Planer neue, quantitative Tools zur Bewertung von Kreislaufpotenzialen. Eine entsprechende Software soll ab 2022 der Urban Mining Index (UMI) bieten. Das Forschungsprojekt der Bergischen Universität Wuppertal gewann 2021 die DGNB Sustainability Challenge der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen in der Kategorie »Forschung«.

Titelstory Concular

Materialkreisläufe schließen: Das ist der Kerngedanke hinter der digitalen Plattform Concular. Verbaute Elemente und Baustoffe werden in Materialpässen erfasst und bei einem Rückbau über eine Materialdatenbank vermittelt. Architekten und Planer können ihren Bedarf bei Neubauprojekten mit dem Angebot in der Datenbank abgleichen. Sollten sie fündig werden, sorgt Concular für den Transport von der Rückbau- zur Neubaustelle und gibt zudem Auskunft über das eingesparte CO2 und den vermiedenen Müll.

Titelstory – Lösungen für einen umweltbewussten (Tief)bau Nachhaltige Kanalrohre

Das Kanalnetz in Deutschland bedarf großflächiger Sanierungen und Ausbauten, für die laut Straßenverkehrsverband VKU Investitionen in Milliardenhöhe nötig sind. Da »Nachhaltigkeit« als Vergabekriterium für öffentliche Aufträge weiter an Bedeutung gewinnt, ist es sinnvoll, sich mit entsprechenden Produkten auseinanderzusetzen: z. B. mit dem Kanalrohrsystem AWADUKT PP von REHAU, das als erstes Produkt seiner Art eine Cradle to Cradle-Zertifizierung mit Status »Gold« erhalten hat. Die fertigen Rohre bestehen aus füllstofffreiem Polypropylen, einem leichten und langlebigem Material, das sich energieeffizient herstellen lässt.   

Titelstory – Lösungen für einen umweltbewussten (Tief)bau Alternativer Asphalt

Bei der Verarbeitung von Erdöl werden große Mengen an umweltschädlichem CO2 freigesetzt. Forschung und Wirtschaft beschäftigen sich deshalb schon lange damit, erdölbasiertes Bitumen im Straßenbau zu reduzieren beziehungsweise es vollständig oder teilweise durch biobasierte Rohstoffe zu ersetzen. Solche Produkte sind unter anderem am Umweltprüfzeichen »biobased« (DIN CERTCO) zu erkennen, das der TÜV Rheinland vergibt. Schon 2013 wurde etwa Vialit für seinen Reaktiv-Asphalt entsprechend zertifiziert. Das österreichische Unternehmen hatte bereits in den 1990er Jahren einen Rapsasphalt auf den Markt gebracht.

Titelstory – Lösungen für einen umweltbewussten (Tief)bau Recycling-Beton

Herkömmliche Abfälle leisten bereits wertvolle Beiträge zur Erzeugung von Baustoffen: im Fall von Zement als Hauptbestandteil von Beton sogar in zweifacher Hinsicht. Erstens unterstützen sie als Verbrennungsmaterialien den enormen Erhitzungsprozess, der für die Zementherstellung nötig ist. Zweitens werden durch die Verbrennung mineralische Komponenten in den Abfällen freigesetzt, die wiederum in die Produktion einfließen können.

Titelstory – Lösungen für einen umweltbewussten (Tief)bau Recycling-Beton

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Titelstory – Lösungen für einen umweltbewussten (Tief)bau Wiederverwerteter Bauschutt

Der Stoffkreislauf ist vollendet, wenn bei Abbrucharbeiten später auch der Bauschutt sortenrein getrennt und umweltschonend wiederaufbereitet wird. Das kann beispielsweise mit einer Zerkleinerungsmaschine gelingen, die Beton, Asphalt und Ziegel zu gekörntem Material für den Straßenunterbau verarbeitet. Unter anderem hat sich die Karl Huneke Straßen- und Tiefbau GmbH auf ein entsprechendes Verfahren spezialisiert.

Titelstory – Lösungen für einen umweltbewussten (Tief)bau Aufbereiteter Bodenaushub

Zurück in den Wertstoffkreislauf statt auf die Deponie. Mit diesem Ansatz lässt sich auch Bodenaushub an anderer Stelle effizient wiederverwenden. Das zeigt unter anderem Clausing GmbH. Zunächst prüft das Osnabrücker Tiefbauunternehmen die Böden auf Schadstoffe, so dass zum Schutz des Grundwassers nur unbelastetes Material weiterverarbeitet wird. Der schadstofffreie Aushub wird dann in verschiedenen Verfahren aufbereitet: unter anderem zu Flüssigboden, der beispielsweise zur Verfüllung von Gräben, Schächten und Hohlräumen dient. Die Wiederverwendung des Aushubs geht mit CO2-Einsparungen durch verkürzte Transportwege einher. Außerdem ist sie ein Beitrag zur Deponieknappheit.

Titelstory – Lösungen für einen umweltbewussten (Tief)bau Aufbereiteter Bodenaushub

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Titelstory – Lösungen für einen umweltbewussten (Tief)bau Nachhaltige Regenbewirtschaftung

Ein effizienter Umgang mit Ressourcen wird auch in Hinblick auf das Thema »Regenwasser« immer relevanter. Denn vor allem Großstädte leiden wegen der starken Flächenversieglung zunehmend an Überhitzungen und Überflutungen. Kombi-Lösungen aus Hoch- und Tiefbaukomponenten können helfen: so z. B. das Verdunstungskonzept der Firmengruppe FRÄNKISCHE und OPTIGRÜN. Regen verdunstet hier über ein Gründach und kühlt die Umgebungstemperatur ab. Überschüssiges Wasser wird gereinigt, in einer unterirdischen Zisterne gespeichert und in Trockenzeiten mittels smarter Technologie zurück auf das Gründach gepumpt.

Foto: FRÄNKISCHE

Titelstory – Lösungen für einen umweltbewussten (Tief)bau Nachhaltige Regenbewirtschaftung

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Aus den Häusern: HTI THÜRINGEN KG Material-Sponsor auf dem Landschaftsgärtner-Cup 2021

Von Norden nach Süden, von Westen nach Osten – auch in diesem Jahr wetteiferten die besten Azubis Deutschlands um den Sieg beim Landschaftsgärtner-Cup. Aufgabe war es, einen Garten zum Thema »Artenvielfalt und Nachhaltigkeit« anzulegen. Als einer der Sponsoren des Events stellte die HTI THÜRINGEN KG hierfür 600 m2 aduxa Vlies GRK 3 sowie 60 Eimer à 16 kg Conel Care Blitzzement zur Verfügung. Am Ende siegreich war das Team aus Baden-Württemberg – Robin Göppner (TEAM GRÜN Furtner-Althaus Garten- und Landschaftsbau GmbH) und Simon Riese (Hügel mehr Garten GmbH) durften sich über die Deutsche Meisterschaft freuen.

Bildquelle: Nico Bannicke

Aus den Häusern - HTI THÜRINGEN KG Einem Finale würdig

Wie es sich für eine Deutsche Meisterschaft gehört, bildete die Bundesgartenschau in Erfurt den passenden Rahmen für den Berufswettkampf. Während die Corona-Pandemie für Verzögerungen auf den Vorentscheiden sorgte, konnte das Finale wie geplant stattfinden. Für die zwölf Landesverbände des Garten-, Landschafts- und Sportplatzbaus traten die drei Teilnehmerinnen und 21 Teilnehmer in Zweierteams an. 

Bildquelle: Nico Bannicke

Aus den Häusern - HTI THÜRINGEN KG Herausforderndes Projekt

Ein naturnaher Garten im Kleinformat – diese anspruchsvolle Prüfung galt es für die 24 Azubis zu lösen. Fürs Umsetzen stand den GaLaBau-Profis von morgen eine Fläche von 4 x 4 m zur Verfügung. Angefangen haben die Zweierteams mit dem Abstecken der 16 m2 großen Gewerke, gefolgt von Holz- und Natursteinarbeiten. Anschließend stellten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihr Können beim Pflastern, dem Pflanzen ausgewählter Gehölze sowie dem Anlegen von Staudenflächen oder dem Mauerbau unter Beweis. Besonders herausfordernd war es, einen kleinen Teich in das zukunftsweisende, nachhaltige Gartenkonzept zu integrieren.

Bildquelle: Nico Bannicke

Naue Secutex Green 100 % biologisch abbaubarer Vliesstoff

Mit dem biologisch abbaubaren Vliesstoff Secutex® Green von Naue gibt es eine neue Möglichkeit, nachhaltig zu bauen. Das Geotextil-Multitalent kann als Erosionsschutz zum Trennen von Böden im GaLaBau, als Filteranlage gegen ungewollten Bodenpartikeltransport im temporären Wege- und Straßenbau oder zum Bodenrückhalt innerhalb des naturnahen Gewässerbaus zum Einsatz.

Gefertigt wird Secutex Green® ausschließlich aus organischen, natürlichen sowie nachwachsenden Rohstoffen. Während des Herstellungsprozesses garantiert eine konstante Vernadelung der Fasern eine reproduzierbare und gleichbleibende Vliesstoffqualität.

So entsteht Secutex Green

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So wird Secutex Green gelagert

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Projektbericht Sanierung Frauenschulstraße Zukunftssicherer Rohrleitungsbau Kreisstadt Miesbach setzt auf HTI GIENGER KG

Die Sanierung der Frauenschulstraße ist für die bayerische Kreisstadt Miesbach die mit Abstand größte und aufwendigste Straßenbaumaßnahme in diesem Jahr. Wasserleitung, Schmutzwasserkanal, Gasleitung und Regenwasserableitung mussten allesamt erneuert werden. Der Grund: Bereits mäßige Regenfälle brachten das Mischwasserkanalsystem an seine Grenzen. Damit die Stadt in Zukunft weitere Häuser an ein funktionierendes Kanalsystem anschließen kann, wurde es Zeit für eine Komplettsanierung – inklusive größerer Kanaldimensionierung. Eine logistisch anspruchsvolle Aufgabe, die die HTI GIENGER KG mit ihrem Fuhrpark realisierte. Der Großhandel lieferte das entsprechende Rohrleitungssystem fristgerecht und punktgenau.

Projektbericht Sanierung Frauenschulstraße Langlebig, schlag- und wurzelfest

Vor Ort erschwerte die komplexe Hanglage die Arbeiten. Zum Schutz der Straße stabilisierten die Beteiligten das Gefälle auf einer Länge von 160 Metern mit Bohrpfählen und Stahlbeton. Erst einmal gesichert, lieferte die HTI GIENGER KG in Zusammenarbeit mit dem Bauunternehmen Heinrich Isenmann Tiefbau GmbH das Hochlast-Kanalrohrsystem aus Polypropylen für Schmutz-, Regen- und Industrieabwässer der Firma Rehau für die Frauenschulstraße. Bekannt für seine statistische und dynamische Belastbarkeit erweist sich das Awadukt System HPP SN 16 »Fusion« als ideales Produkt für die in den 1950er- und 1960er-Jahren gebauten Haupterschließungsstraße.

Als Regenwasserableitung, die in die tieferliegende Schlierach führt, entschied sich der Bauherr nach Rücksprache mit dem Ingenieurbüro Dippold & Gerold ebenfalls für das Awadukt System HPP SN 16 »Fusion« von Rehau – diesmal in DN 630. Der Grund: Die längskraftschlüssigen Schweißverbindungen verhindern, dass sich die Rohrverbindungen durch das steile Gelände verschieben oder gar lösen.

Projektbericht Sanierung Frauenschulstraße Wer ko, der ko HTI GIENGER KG bietet Lösungen unter erschwerten Bedingungen

Für einen gemeinsamen Projekterfolg realisiert die HTI GIENGER KG auch überraschende Herausforderungen: Um das Rehau Awadukt System HPP SN 16 »Fusion« in DN 630 optimal zu bearbeiten, organisierte die zuständige Außendienstmitarbeiterin kurzerhand ein passendes Schälgerät – so geht erstklassiger Service für rundum zufriedene Kunden.

Die weiteren Baumaßnahmen wurden aufgrund einer Gewehrgranate aus dem Zweiten Weltkrieg verzögert. Nachdem der Sprengstoff bei Baggerarbeiten gefunden wurde, führte die Polizei eine kontrollierte Sprengung durch. Und als wäre das nicht genug, entzündete sich drei Tage später gefundener Phosphor. Bei dem kleinen Brand wurde zum Glück niemand verletzt und die umfassenden Baumaßnahmen konnten fortgesetzt werden.

GeoThermische Anlagen Für mehr Nachhaltigkeit Gemeinsame Sache von HTI COLLIN & SCHULTEN KG und JANSEN AG

Klimaneutralität bis 2045 – dieses ehrgeizige Ziel verfolgt Deutschland. Ein Ziel, dass die HTI COLLIN & SCHULTEN KG gerne unterstützt. In Kooperation mit der JANSEN AG aus Oberriet in der Schweiz erstellt der Fachgroßhandel GeoThermische Anlagen. Herzstück der modernen Art der Energiegewinnung sind die JANSEN geotwin Erdwärmesonden. Auf dem eigenen Grund und Boden eingesetzt, ermöglicht das Erschließen von Erdwärme eine langfristige Versorgungssicherheit - ohne abhängig von fossilen Energieträgern zu sein. Optische Einschränkungen, Lärm- oder Geruchsbelästigung durch diese Art der Energiegewinnung gibt es keine.

Um über Generationen nutzbar zu sein, sind die Erdwärmesonden nach aktuellen Qualitätsstandards zertifiziert und erfüllen Anforderungen von SIA 384/6, ÖWAV Regelblatt 207 und VDI 4640. Gefertigt sind die Erdwärmesonden aus kerbunempfindlichem, hochwertigem PE 100 RC-Material.

 

GeoThermische Anlagen Energieversorgung nachhaltig sichern

Wer die eigene Gasheizung durch eine GeoThermische Anlage ersetzt, reduziert seinen CO2-Ausstoß deutlich. Bei einem Verbrauch von rund 8.000 kWh lassen sich gut 1,48 t CO2 einsparen. Alleine 2020 konnten die HTI COLLIN & SCHULTEN KG und JANSEN AG ihren Kunden dabei helfen, ihren CO2-Ausstoß um insgesamt mehr als 3.000 t zu reduzieren - und das Jahr für Jahr. Gut zu wissen: Der Heizungstausch ist förderfähig.

Projektbericht GF Piping Dietramszell setzt auf Supraflow HTI GIENGER KG steht mit Rat und Tat zur Seite

So idyllisch Dietramszell in Oberbayern liegt, so fordernd ist das Gelände für die Wasserversorgung. Ausgelegt für das Überwinden von Höhenunterschieden, versorgt das aktuelle Transportsystem 25 Ortsteile - darunter vereinzelte Weiler und Bauernhöfe. Hierfür verläuft etwa eine Transportleitung aus PE 100, d280 SDR vom Brunnen Obermühltal zum Hochbehälter Trischberg. Neben der Transportleitung baute ein Wasserkunde eine Mosterei. Um diese mit Wasser zu versorgen und den Brandschutz zu gewährleisten, benötigte die Stadt einen Anschluss in DN 100. Das Problem: Die Versorgungsleitung, auf der ein Dauerbetriebsdruck von 7 bar herrscht, kann aufgrund ihrer Bedeutung für die Versorgungssicherheit im Ort nicht vom Netz genommen werden. Maximilian Müller, Fachkraft für Wasserwirtschaft in Dietramszell, stand somit vor der Frage, wie sich das Projekt umsetzen lässt, ohne das Netz zu sperren. Antwort auf diese komplexe Frage fand Müller bei Christopher Reischl von der HTI GIENGER KG.

Projektbericht GF Piping Im Fluss - HTI GIENGER KG liefert Supraflow von GF Piping Systems

Welche Anforderungen bei der Baumaßnahme in Dietramszell am Rohrleitungskomponenten und Installationswerkzeuge gestellt werden, weiß der technische Berater des Fachgroßhändlers nur zu gut. Materialien und Werkzeuge müssen ein hohes Maß an Flexibilität und Kompaktheit vorweisen. Für das Projekt empfahl der Technik-Experte der HTI GIENGER KG daher Supraflow von GF Piping Systems. Die vielseitig einsetzbare Druckanbohrarmatur lernte Christopher Reischl während einer Schulung von Wolfgang Kustermann kennen, der als Technischer Verkaufsberater bei GF Piping Systems tätig ist. Gerade bei Erweiterungen in Gas- oder Wassernetzen, bei denen es auf einen großen Volumenstrom und geringe Druckverluste trotz beengter Einbausituationen ankommt, eignet sich Supraflow als perfekter Problemlöser.

Projektbericht GF Piping Komplexe Baumaßnahme schnell gelöst

Aufschweißen, Nebenleitung in d110 erstellen, Abkühlzeiten abwarten, Druckleitung anbohren - fertig. Dank der Expertise der HTI GIENGER KG und Supraflow war das komplexe Vorhaben innerhalb weniger Stunden erfolgreich durchgeführt. Bei einem maximalen Betriebsdruck von 16 bar bei Wasser erfolgte das Anbohren leckage- und spanfrei. Verwendet wurde ein System, das über Spülstück und Bohrgestänge verfügt. Die Druckanbohrarmatur besteht aus einer Georg Fischer Heizwendel-Schelle sowie einem T-Stück mit Bohrer, der in einer eingepressten metallischen Endkappe integriert ist. Die Armatur lässt sich in zwei Achsenrichtungen auf der Haupt- und Abgangsleitung drehen und ermöglicht somit eine 360°-variable Positionierung. Nach EN 1555-3 oder EN 12201-3 zertifiziert und vom DVGW zugelassen, garantiert Supraflow eine einfache Installation mit einer Person. Arbeitssicherheit und Installationsdauer erfüllen die höchsten Ansprüche.

Projektbericht Plasson Maßgeschneiderte Lösungen für verschweißte Kunststoffrohrleitungen LightFit Abwassersystem

Seit vielen Jahren werden verschweißte Kunststoffrohrsysteme erfolgreich im Kanalbau eingesetzt - wie auch in diesem Fall. Um eine marode Abwasserleitung zu erneuern, wurde ein vollverschweißter Abwasserkanal in der Dimension d 800 mm verlegt. Mit dem von der HTI CORDES & GRAEFE KG gelieferten Sonderschachtfutter DN 800 ließ sich die wasserdichte und gelenkige Anbindung von PE-Rohrleitungen an Betonschächte gewährleisten.

Projektbericht Plasson Perfekt verbunden Heizwendelschweißtechnologie gewährleistet Dichtheit und Langlebigkeit

Eingesetzt wurden Elektroschweißformteile aus dem PLASSON LightFit Abwasserprogramm: Elektroschweißmuffen d 800 mm und LightFit Anschlusssättel dienten zum Anbinden der vorhandenen seitlichen Anschlussleitungen. Die speziell für das Projekt gefertigten Betonschachtadapter wurden für die Anbindung des 800er PE-Kanals an die großformatigen Betonschächte genutzt. 

Projektbericht Plasson Maßgeschneiderter Schachtadapter

Rohr und Fitting lassen sich auf Basis der Heizwendelschweißtechnik stoffschlüssig miteinander verbinden. Der Vorteil: Die Verbindung nimmt Kräfte aus beliebiger Richtung auf und ist In- und Exfiltrationen sowie Wurzeleinwüchsen gegenüber zu 100 Prozent dicht. Neben der Produktpalette an Elektroschweißformteilen, wie etwa Anschlusssätteln, Schachtanschlüssen, Schweißmuffen und Co. findet sich die erforderliche Schweiß- und Gerätetechnik von PLASSON.

 

Projektbericht Plasson Gefertigt für die Zukunft

In der Praxis stellen Werkstoffwechsel und -übergänge, wie die im Projekt eingesetzten Schachtanschlüsse, besonders sensible Schnittstellen in Entwässerungssystemen dar. Und so verwundert es nicht, dass der Auswahl des Anschlusssystems und der fachgerechten Ausführung eine besondere Bedeutung zukommt.

Projektbericht Plasson Technik optimal genutzt

Wie beim Erneuern der sanierungsbedürftigen Abwasserleitung angewendet, verschweißte man mit dem PLASSON LightFit Schachtanschlusssystem die PE-Rohre über einen speziellen Betonschachtadapter und der zugehörigen Elektroschweißmuffe stoffschlüssig mit dem Betonschacht. Auf Kundenwunsch stehen verschweißte Schachtanschlüsse in Sonderdimensionen von PLASSON zur Verfügung.

Projektbericht Doyma Expertise als Handelspartner gefragt HTI CORDES & GRAEFE KG begleitet Neubau des Leibniz-Respiratoriums in Borstel

Damit die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Forschungszentrum Borstel auch in den kommenden Jahrzehnten Forschung auf höchstem Niveau betreiben können, wird der Campus zukunftsgerecht gestaltet. Den Anfang macht der Neubau des Leibniz-Respiratoriums, der den Betrieb Ende 2022 aufnehmen soll. In massiver Bauweise errichtet, bietet der Komplex in Zukunft 14 Forschergruppen beziehungsweise 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Platz. Nach Fertigstellung umfasst das Gebäude 1.700 m2 Laborfläche sowie 400 m2 Geräte- und Lagerfläche. Vor dem Hintergrund der hohen Sicherheitsanforderungen von Forschung und Wissenschaft, hat sich das ausführende Bauunternehmen Gerhard Lühn GmbH & Co. KG für verschiedene DOYMA GmbH & Co Dichtungssysteme entschieden. Als kompetenter Handelspartner war die HTI CORDES & GRAEFE KG am Projekt beteiligt - punkten konnte der Fachgroßhandel mit seinem vielfältigen Sortiment.

Neubau des Leibniz-Respiratorium in Borstel
© Forschungszentrum Borstel

Projektbericht Doyma Den höchsten Sicherheitsanforderungen entsprechend

Im Jahr 1947 als Tuberkulose-Forschungsinstitut Borstel gegründet, gehört das Zentrum seit 2003 zur Leibniz-Gemeinschaft. Der zentrale Aufgabenbereich liegt in der Forschung der Pneumologie. Entsprechend der höchsten Sicherheitsanforderungen an Technik und Materialien in der Forschung, setzten die Monteure Bodenplatten- und Wanddurchführungen Curaflex® 4006/U sowie Curaflex® 4006 mit HKD DOMO-DW Dichtungseinsätzen ein. Verwendet werden das Futterrohr und der Dichtungseinsatz gegen drückendes Wasser.

Nationales Referenzzentrum NRZ
© Forschungszentrum Borstel

Vielseitig

Das Futterrohr Curaflex® 4006 kann vielfältig zum Einsatz kommen: Verwendbar bei drückendem Wasser eignet es sich als Aussparung für Durchdringungen in noch zu erstellenden Bauwerken. Bei Anwendung wird anschließend mit einer Abdichtungsbahn beziehungsweise einer Dickbeschichtung (Schwarze Wanne) gearbeitet. Gefertigt ist es aus formstabilem beständigem Spezialfaserzement sowie einem fest verbundenem Fest- und Losflansch aus Gusseisen nach DIN 18195/DIN 18533. Kombinierbar ist es mit allen Curaflex® Dichtungseinsätzen und HKD Dichtungseinsätzen.


Curaflex® 4006 – erhältlich auch in der Variante 4006/U als Sonderkonstruktion
© DOYMA GmbH & Co

Dichtungssysteme Leibniz-Respiratorium

Robust gefertigt

Komplett aus rostfreiem Edelstahl V2A gefertigt, ist der DOYMA Dichtungseinsatz des Typs HKD DOMO-DW gegen drückendes Wasser einsetzbar. Eine gleichmäßige und sichere Verpressung wird durch die verwendeten Pressringe gewährleistet. Diese sind aus einem Stück gefertigt und decken dabei die Gummidichtung großflächig ab. Ingesamt zeichnet sich der HKD DOMO-DW Dichtungseinsatz durch seine robuste Handwerker-Qualität aus.


Dichtungseinsatz des Typs HKD DOMO-DW von DOYMA
© DOYMA GmbH & Co

Dichtungssysteme Leibniz-Respiratorium

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Auf Wiedersehen!
Freuen Sie sich auf unsere nächste Ausgabe der HTI Perspektiv.

Erscheinungstermin Anfang März 2022.

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